Zukunft Kalksteinwerk Neandertal Areal

Zukunft Kalksteinwerk Neandertal Areal

Ist eine touristische Aufwertung des Neanderthal Museums Umfeldes im Teilbereich des Kalksteinbruch Neandertal möglich!?

Gründe:

Wenn wir im Ausland unterwegs sind, kennt man in Deutschland meistens Schloss Neuschwanstein, den Kölner Dom (1,1 Mio Google Begriffe), das Brandenburger Tor, leider den „neuen“ Berliner Flughafen, vielleicht aus der Region noch die Wuppertaler Schwebebahn, seit neuestem sicher auch noch die Elbphilharmonie und natürlich den Neanderthaler (1,4 Mio Google Begriffe), ohne diesen aber verorten zu können.

Wir sind es als Region „neanderland“ aber besonders auch als Mettmann dem Neanderthaler und seinem tollen Museum (Zentrum der weltweiten Neanderthaler Forschung!) schuldig, diesem das seiner weltweiten Bedeutung entsprechende Umfeld zu geben, bzw. dessen Entwicklung zu unterstützen!!

Fakt:

Der Masterplan „NaTourKultur Neanderthal“ wurde 2010 im Vorlauf zum neuen, damals noch nicht abgeschlossenen Regionalplan der Bezirksregierung erstellt und in einer öffentlichen Bürgerinfo vorgestellt und sehr positiv aufgenommen.

Einige nicht umsetzbaren Planungen im direkten Museums Umfeld wurden öffentlich und nachvollziehbar dargestellt, durch den nicht durchführbaren Zeit- und Kostenrahmen einer öffentlichen Förderung.

Mit Bestürzung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass andere Teile des ursprünglichen Planes mittlerweile von der Bezirksregierung mit dem Regionalplan 2014 mehr oder weniger ohne Öffentlichkeit zu den Akten gelegt wurden. Z.B. neben dem teilräumlichen Konzept „Kalksteinbruch Areal“ auch das gesamträumliche Konzept „Verkehr“!

Besonders das Kalksteinbruch Areal soll, entgegen des den Bürgern 2010 im Lokschuppen unter großem Beifall imposant vorgestellten Masterplanes, wie vor Beginn seiner Nutzung zum Kalkabbau vor ca. 110 Jahren zu 100 % rekultiviert und in einen reinen Naturschutzbereich umgewandelt werden! Ohne geringste freizeitliche oder gar touristische Nutzungsmöglichkeit!

Der aktuelle Regionalplan verhindert die damals vorgestellte Konzept Dimension einer extrem wichtigen und einmaligen Chance zur erweiterten touristischen Attraktivität im Museumsumfeld.

Der Planungsausschuss des Mettmanner Rates kam 2015 durch unseren Antrag mehrheitlich zu dem Schluss, dass ein entsprechender Einspruch zur Änderung des Regionalplanes an die Bezirksregierung eingereicht wurde, da verwaltungstechnisch alle Möglichkeiten ohne realistischen Erfolg ausgeschöpft waren.

Dem Widerspruch zum bestehenden Regionalplan Entwurf hatten sich neben dem Kreis und dem Rat der Stadt Mettmann auch die GVM, die Aulen Mettmanner, der BV Metzkausen, Mettmann Impulse angeschlossen, mit der Unterstützung des Wirtschaftskreis Erkrath.

Diese Anträge wurden jedoch im weiteren Verlauf der Regionalplanung leider nicht mehr berücksichtigt!

Eine Änderung des Regionalplans ist nur zu erzielen, durch politische Überzeugungsarbeit der Parteien und mit der Unterstützung einer möglichst breiten Öffentlichkeit!! Auf der Basis einer nun neu angepassten Planung zur freizeitlichen, touristischen und naturnahen Nutzung von ca. 10 % des Areals, durch die Betreiber des Kalkwerkes, bzw. ihrer Investoren mit Darstellungsmöglichkeit vom Dreiklang: Steinzeit, Kalksteinhistorie und Natur, größtenteils privat finanziert.

 

Stellungnahme Stadtverwaltung Mettmann

Anfrage bzgl. Stellungnahme zum CDU Antrag touristische Zukunft Kalksteinwerk Neandertal im letzten Planungsausschuss. Antwort:

Die Bedeutung des Neandertals, nicht nur für Mettmann, ist unbestritten.                            

Eine Stadtverwaltung kann aber nur im Rahmen dessen handeln, was durch Gesetze und oberbehördliches Handeln vorgegeben wird. So sind für die Planungen der Stadt Mettmann die Ziele der Landesplanung feste Vorgabe und deren Einhaltung wird im Einzelfall geprüft. Die hier bisher bekannten Pläne der Eigentümer des Steinbruchs stehen aber mit eben diesen Zielen nicht im Einklang. Eine maßvolle umweltverträgliche touristische Nutzung wird dennoch möglich sein.

Zu dem Gespräch am 06.02. (zwischen den Herren Schaefer/Bell von CoMin und dem Bürgermeister/Dezernent Bau-Planung) wurde kein Protokoll gefertigt, weil die Inhalte dies nicht erforderten. Der Bürgermeister lehnte darin für Mettmann eine Unterstützung der Planung ab!

Nach der deutlichen Absage einer Projekt Unterstützung im Februar hatte der Bürgermeister leider auch eine Einladung zur Initial Veranstaltung am 5. Juni im Neanderthal Museum weder angenommen, noch sich entschuldigt! Neben vielen eingeladenen Multiplikatoren Mettmanns aus Politik, Bürgervereinen, Initiativen und Vereinen etc. nahm allerdings der BM Erkraths Herr Schultz und die 2 Landtagsabgeordneten Dr. Untrieser und Sträßer  mit Interesse teil.
Eine bedauernde Entschuldigung schrieb Staatssekretär Dr. Heinisch aus dem Bau- und Heimatministerium! Die Teilnehmer waren mehrheitlich von den Plänen begeistert und sicherten die Unterstützung einer Realisation zu. Dies sei wichtig nicht nur für den Neanderthaler, sondern auch für Mettmann, so die Kommentare!

Vom Saulus zum Paulus??

Dadurch inzwischen ein Umdenken beim Bürgermeister?
Inzwischen fand auf Betreiben von Herrn Dr. Feyen ein Termin mit Herrn Schaefer von CoMin bei BM Dinkelmann und Herrn Geschorec, Dezernent Bau- und Planungsamt bzgl. des Projektes statt.
Er wäre nun im Prinzip ja nicht dagegen, benötige aber Details, wie Gebäudegrößen, Bettenzahl etc. um dann unverbindlich bzgl. einer entsprechenden Ergänzung des Regionalplans bei der Bezirks-, bzw. Landesregierung vorzusprechen!!??

Sorry, aber erneut: erst einmal Informationen einfordern, die Investitionen erfordern, für ein Areal, in dem eine derartige Nutzung bisher völlig ausgeschlossen ist!!
Statt von städt. Seite eine Planung durchzuführen, die eine touristische Nutzung zulässt und deren Größe sich am vorgestellten Projekt orientiert, gibt man hier den „schwarzen Peter“ erneut einfach und kostenträchtig zurück!!

Die Fraktionen der Parteien CDU, SPD, FDP und Piraten/Linke haben einen gemeinsamen Antrag in die nächste Ratssitzung eingebracht, der die Verwaltung auffordert, eine Umsetzung des vorgeschlagenen Konzeptes mit der Kreisverwaltung und der Bezirksregierung abzuklären um eine diesbezgl. Ergänzung des bestehenden Regionalplans zu erreichen!

Fazit:

Es kann nicht sein, dass wir in Mettmann nicht in der Lage sind, neben der wichtigen, aber extrem abgespeckten Aufwertung des direkten Museumsumfeldes im Neandertal, die Umsetzung der Anlehnung an das ursprünglich schon 2010 mit Begeisterung in der Bevölkerung vorgestellte Konzept Masterplan NaTourKultur Neanderthal und nun neu angepassten Konzeptes für lediglich ca. 10 % der Fläche des jetzigen Kalksteinbruch Neandertal Areals auch nur annähernd zu unterstützen!

Prof. Günter, Heinrich Heine Universität Düsseldorf und Leiter des AK Stadtmarkting Neanderthal-Stadt, hat das Neandertal mit der ursprünglichen Planung als Leuchtturm im „neanderland“ bezeichnet und Prof Weniger, Leiter des Neanderthal-Museum bemerkte:“ Die Stiftung NM ist in hohem Maße an einer freizeittouristischen Nachnutzung des Areals interessiert.“

Es reicht leider nicht, das „n“ für „neanderland“ (nicht für Neanderthal-Stadt) zwar im neuen Logo für Mettmann zu haben, die Chance, dies dann entsprechend aufzuwerten und mit attraktivem, ausstrahlendem Leben zu erfüllen, aber nicht nutzten kann, oder nicht will!

Das Thema muss unserer Meinung nach, ganz oben auf der Agenda der städtischen- und Kreis Planungs-Wirtschafts- und Tourismusförderung stehen!? Bisher leider Fehlanzeige!!

Mit diesem Thema kann sich die Region neanderland, Mettmann, mit seiner Bevölkerung, Verwaltung und Politik, extrem profilieren und sein Alleinstellungsmerkmal und Standort weltweit deutlicher als bisher ins Bewusstsein bringen!

Mit dem Dreiklang

„Neanderthaler, Kalksteinhistorie und Natur“

 

Lassen Sie es uns nutzen und das Folgende unterstützen:

Präsentation Zukunft Kalksteinbruch Areal

 

Masterplan Neandertal / Ziele & Projekte

aus demJahr 2009 – NaturKultTour Neandertal

  • Entwicklungspotenzial Kalkwerk Neandertal-Areal
  • Rahmenbedingungen für die Nachnutzung des Steinbruchs
  • Ökologische Aufwertung des Kalkwerk-Areals
  • Den Steinbruch sehen die Teilnehmer des Masterplans als wesentliche Potenzialfläche
  • Der Talraum soll durch das Kalkwerk-Areal über den Erkrather Weg Entlastung  finden
  • Das Parken stärker in Richtung Steinbruch und den Haltepunkt Regio-Bahn Neandertal verlegen und somit Verkehr aus dem Tal heraushalten.
  • Eine Fußwegverknüpfung zwischen unterem und oberem Talraum gestalten
  • Unterer Talraum =    Museumsumfeld
  • Oberer Talraum =    Kalkwerk-Areal
  • Es soll die Möglichkeit einer Verkehrsverlagerung auf die Hochfläche geschaffen werden
  • Kernraum – Steinbruch
    Potenziale
  • Nähe zum Kernraum und Entwicklungsraum (Steinbruch)
  • Thema:
    • Kalksteinabbau über 100 Jahre nähe Fundstelle des Neanderthalers
    • Sukzession und ökologische Werte
    • Naturschutz hat Vorrang
    • Integration der Naherholung
  • Die Stadt Mettmann hat zwar die Planungshoheit, die Flächennutzungsplanung liegt aber in den Händen des Kreises zusammen mit der Bezirksregierung Düsseldorf
  • Ein Gespräch mit externen Investoren und Betreibern wird bis zur Abklärung mit der Bezirksregierung und Zustimmung durch den Planungsausschuss der Stadt Mettmann nicht stattfinden.

Zukunftsnutzung des Steinbruch-Areals Neandertal

Das Konzept der CoMin-Gruppe sieht eine touristische Nutzung auf dem 92 ha großen Gelände von ca. 9,5 ha vor.

Der ökologisch empfindliche Talraum soll entlastet, die Hochfläche (oberes Neandertal – Kalkwerke – Areals) als Entlastungsraum stärker entwickelt werden

Die Geschichte des Kalkabbaus soll vermittelt werden

Ökologisch-historische Bildungsstätte „Steinbruch Neandertal“
Eigentümer CoMin GmbH & Co. KG

Naherholungs- und Freizeitnutzungen sollen qualifiziert, integriert und gelenkt werden.

Der Regiobahn-Haltepunkt „Neanderthal“ stellt eine wesentliche Ankommens-Situation für das Museum, den Landschaftsraum Neanderthal und das Kalkwerke-Areal dar.

Mit einer freizeitwirtschaftlichen Entwicklung des Kalkwerke-Areals wird die Bedeutung des Haltepunkts als zentrale Ankommens-Situation noch zunehmen.

Es wird dazu beitragen, dass diese Situation sich zu einem zentralen Gelenk zwischen dem Museumsfeld und dem Kalkwerke-Areal entwickelt.

Um langfristige Besucherzahlen des Museums zu steigern, ist eine Erweiterung der räumlichen Kapazitäten notwendig.

Dabei geht es um Tagungsräume und Sonderausstellungsflächen

  • Alleinstellungsmerkmal – Kalksteinindustrie – oberes Neandertal
  • Gesamtgelände 92 ha, Folgenutzung ~ 9,5 ha
  • Übersichtsplan Gesamtgelände
  • Fläche I Entlastung Museumsfeld ~ 1,3 ha Parkplätze PKW, Wohnmobile, Wohnwagen
  • Fläche II Jugendherberge mit Freifläche ~ 2,4 ha
  • Fläche III + IV Informationszentrum, Haus der Sinne mit Veranstaltungshalle ~ 0,8 ha + 0,9 ha
  • Fläche V Ökologische Bildungsstätte mit Gastronomie, Konferenzräume und  Übernachtung, mit Spa-Bereich (Gesundheit durch Wasser) ~ 0,6 ha – 1,2 ha

Ein Hotelstandort in der Nähe zum Museum wurde im  Masterplan positiv gesehen.
Uhu Projekt, Kammmolchgewässer und Parkplatz neben Fläche V ~ 6,0 – 7,0 ha

  • Lebensräume für Menschen und Tiere
  • Vogelschutz – Uhu-Projekt
  • Vogelschutzgebiet – Sedimentationsbecken IV
  • Lebensbedingungen für Kammmolche
  • Sukzessionsflächen
    • Standorte für Pflanzen, Tiere und Biotope

 

Fazit

  • Es fehlt eine Erweiterung und Verlagerung des Gastronomiebereichs.
  • Der Raum Mettmann hat sehr gute touristische Standortfaktoren zentrale Lage in Westdeutschland
  • Größter Belastungsraum Europas, das Rhein-Ruhr-Gebiet mit rund 18 Mio. Einwohnern in Kurzreisedistanz
  • Nähe zu den stadttouristischen Hot Spots Düsseldorf, Köln, Bonn und Metropolregion Ruhr umgeben von acht Großstädten Düsseldorf, Duisburg, Mühlheim, Essen, Wuppertal, Solingen, Leverkusen und Köln. "Schnell erreichbar."
  • Problem: unzureichende Aufenthaltsqualität, Parkraum, Gastronomie und Gestaltung des öffentlichen Raums
  • Marktchancen:
    Die Deutschen sind "Reiseweltmeister". Sie verzichten selbst in wirtschaftlichen Krisenzeiten nicht auf ihren (Kurz-)Urlaub.
  • Hotels sind die beliebtesten Unterkunftsformen der deutschen Urlauber.
    Bevorzugt werden mittlere bis höherwertige Angebote im 3-4-Sterne-Bereich.
  • Camping/Caravan
    • Die Nachfrage nach Campingangeboten steigt.
    • In Deutschland sind > 450 Tsd. Reisemobile registriert, darunter > 70 Tsd. In NRW.
    • Nordrhein-Westphalen steht an 4. Stelle der Beliebtheitsskala.
      (In Mettmann sind z. Zt. ~ 5 Stellplätze für Wohnmobile)
  • Jugendherberge
  • Jugendherbergen entstanden in Deutschland ab dem 20. Jahrhundert.
  • In Deutschland waren im Jahr 2015 mehr als 10.200.000 Übernachtungen in Jugendherbergen verzeichnet.
  • Die Übernachtungen bestanden zu 37% aus Schulklassen, es folgten Familien mit 21% und Freizeiten mit 18%.
  • Haus der Sinne

    Einrichtungen, die Erfahrungsfelder nutzen mit dem Ziel der Ressourcenstärkung, Förderung der Achtsamkeit, Lernerfahrung, Förderung der Kreativität und Lebensfreude

    "Erholung„

    Zum Beispiel:
  • Ausstellung Phänomania
  • Feng-Shui-Garten
  • Schmetterlingsgarten
  • Bienengarten
  • Sehen und Riechen (Blütenmeer)

 

   Regionalwirtschaftliche Effekte

  • Arbeitsplätze
  • Zuliefer- und Dienstleistungsfirmen
  • Baugewerbe
  • Steuereinnahmen Stadt Mettmann

Profilierung Stadt und Kreis Mettmann

  • Steigerung des überregionalen Bekanntheitsgrades
  • Anstieg der Besucherzahlen
  • Imageverbesserung

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